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Raks el Baladi
Baladi bedeutet ungefähr folktümlich oder einheimisch. Das kann sich beim Tanzen auf den Stil von Tanz und Musik beziehen oder auf das tanzkleid.
Der Tanz ist in Ägypten Folksgut und deshalb auch der Begriff “Raks Baladi” Raks = Tanz , el = von, Baladi = mein Land
Jede Ägypterin, die Lust hat zu tanzen, tanzt ihn auf ihre eigene weibliche Art in ihrer normalen Kleidung. Oft bindet sie sich hierzu ein Tuch um die Hüften.
Unterricht hierzu wird nicht genommen, da ja sehr oft so getanzt wird und die kleinen Mädchen damit aufwachsen und dies von Kleinauf nachahmen. Das Gleiche sieht man übrigens auch oft bei Töchtern von deutschen
Bauchtänzerinnen, die ihre Mütter zuweilen beim Üben, dem Unterricht oder bei Auftritten beobachten. Somit zeigt sich, das ein ein Bauchtanz-Gen nicht gibt, auch wenn ägyptische, türkische oder arabische Frauen oft
behaupten, das sie den Tanz im Blut haben.
Heute nennt man den Teil, der eine Art Improvisation und Dialog, zwischen einem Imstrument, meist Akkordeon oder Orgel und der Darabuka ist, “Baladi”.
Reizvoll ist hierbei, dass es sich hierbei oft um spontane Improvisation handelt in der die vielen verschieden weichen Bewegungen und Akzent wie Kicks, Drops und Kontraktionen spontan zum Einsatz kommen und den
Ausdruck der Tänzerin unterstreichen. Der Raks Baladi ist eine lebendige Art des Tanzens. Leider wird bei uns (Deutschland und auch an vielen anderen Orten) vieles choreografiert und damit die Lebendigkeit des
Tanzens sehr eingeengt. Mehr dazu
Auch wenn volktümliche Lieder getanzt werden läuft das unter Baladi..
Der Balady kann als Teil einer Tanz-Routine in einem für uns typischen Bauchtanz-Kostüm oder als völlig selbständiger Part getanzt werden. In diesem Fall tanze ich ihn in einem folkloristischen oder geschlossenem
Kleid (den Bauch teilweise teilweise oder ganz bedeckt.).
Viele denken, dies wäre kein richtiges Bauchtanzkleid, aber wenn man den Ursprung des Wortes Bauchtanz zurückverfolgt, ist diese Ansicht falsch. Auch der erotische Aspekt leidet hierbei nicht. Liegt die eigentliche
Faszination nicht häufig eher in den teilweise verborgen als in den nackten Tatsachen.
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