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Häufig habe ich von Orientalen gehört, Ihr könnt zwar die Bewegungen und Schritte perfekt, aber orientalisch tanzen tut Ihr trotzdem nicht.
Anfangs hat mich das sehr gekränkt, aber inzwischen erkenne ich immer häufiger den Unterschied zwischen einer Tänzerin, die hauptsächlich kopfgesteuert und programmiert tanzt, sowie es in unseren Tanzarten wie z.B.
Balett und Jazztanz etc. üblich ist ( wenn wir nicht einfach nur durch die Gegend gesteuert werden- Standart- und Lateintänze) und einer Tänzerin die aus Ihrem Herzen und dem Gefühl die Musik in Bewegungen umsetzt.
Eine der faszinierensten ägyptische Tänzerinnen dieser Art war Suhair Saki, die nach eigener Angabe die Musik zwar auswendig kenne, aber doch keine feste Vorlage für Ihren Tanz hatte. Nagua Fuad eine andere
Tänzeri, die in Ägypten sehr berühmt wurde, tanzte, wie man bei Ihren Videos sieht, scheinbar stets nach Choreografie. Sie zeigte zwar schöne Bewegungen, Tänze und Kostüme, aber die weibliche Seele und ihren Charme
kann ich in diesen Tänzen nicht so einfach finden.
Eine befreundete Tänzerin hatte mir einmal erklärt, sie hätte aufgehört in einer bekannten Berliner Folkloregruppe zu tanzen, weil es ihr nicht mehr so viel gebracht hätte, ´der Tanz wäre doch so weiblich´.
Zu diesem Zeitpunkt meinte ich, man könne dort doch so viel bei an Schrittenkombinationen lernen. Aber das ist nicht alles, dieser Tanz ist so weiblich, daß man ihn mit zuviel Uniformität in den Bewegungen auch
ersticken kann. Wir stehen in Deutschland und auch anderswo beim Bauchtanz vor dem Spiegel, versuchen unsere Lehrer perfekt nachzuahmen und lernen eine Choreografie nach der anderen. Wir vergleichen oft, ob wir es
besser oder schlechter sind als die Anderen.
Wir sollten die Seele des orientalischen Tanzes nicht vergessen, das Weibliche. Man ist nicht weiblich, nur weil man etwas nachahmt.
Eine Orientalin geht meist nicht zum Tanzunterricht, aber wenn sie Lust hat, steht sie auf bei einem Fest und tanzt entweder mit ihrem Partner oder einer Freundinnen. Sie hat meist nicht das Bewegungrepertoire,
welches wir nach einigen Bauchtanzkursen haben. Das braucht sie auch nicht, denn trotzdem wirkt manchmal faszinierender als die meisten von uns. Die tanzt aus dem Gefühl und das lernen wir fast nie im Unterricht
lernen.
Um dieses zu ändern habe ich immer wieder Feste veranstaltet, wo der Schwerpunkt darin liegt, dass die Frauen selbst nach ihrem Gefühl tanzen und miteinander Spass haben .Die Hafla Ra´kessa
ist derzeit mein Projekt hierzu. Mehr darüber
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